August Schuler - Mönchmühle Ravensburg

Getreidearten - Dinkel


Dinkel

Dinkel
  Dinkel
Dinkel ist eine alte, weitverbreitete Kulturform des
Weizens (Spelzweizen). Er ist anspruchslos und robust.
Der Dinkel wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in
Mitteleuropa in größeren Mengen angebaut,
wurde aber später vom ertragreicheren Weizen
verdrängt.


In jüngerer Zeit wird Dinkel jedoch wieder
verstärkt angebaut. Vor allem im ökologischen
Landbau wird der, raues Klima vertragende und gegen
Krankheiten resistentere Dinkel gerne eingesetzt.


Das Dinkelkorn ist so fest von den
Spelzen umschlossen, daß sich diese
im Mähdrescher nicht vom Korn trennen
Dinkelschäler
  Dinkelschäler
lassen. Um die Dinkelkörner aus
den Spelzen zu schälen, ist in der
Mühle ein zusätzlicher Arbeitsgang
erforderlich, das Gerben.

Der Müller setzte dazu einen
speziellen Mahlgang, den Gerbgang, ein.
Als Mühlsteine dienten normalerweise
relativ weiche Sandsteine. Heute gibt es
moderne Dinkelschäler, die in
einem Arbeitsgang die Dinkelkörner
aus dem Spelz schälen und das Korn
und die Spelzen trennen.


















Dinkel - Sorten

  • Franckenkorn, Rückkreuzung aus alten Sorten,
    sehr reiner Dinkel von der Pflanzenzucht Oberlimpurg
  • Oberkulmer Rotkorn, alte Schweizer Sorte,
    gute Qualitätseigenschaften, bei Bio-Betrieben sehr beliebt
  • Bauländer Spelz, wird hauptsächlich
    zur Herstellung von Grünkern angebaut
  • Ostro, Schweizer Neuzüchtung
  • Schwabenkorn, eine Rückzüchtung aus der Sorte
    Roter Tiroler von der Universität Hohenheim
  • Schwabenspelz, Neuzüchtung der ZG Raiffeisen e.G. Karlsruhe
  • Zollernspelz, neue Dinkelsorte von der Saaten-Union

Besondere Eigenschaften des Dinkels

Dinkel hat einen hohen Proteingehalt und verfügt über gute Backeigenschaften.

Geeignete Verwendungsmöglichkeiten

Dinkelmehl eignet sich gut zu nassgebackenen Spezialitäten wie z.B. Knauzenwecken oder Seelen. Außerdem können Menschen mit einer Weizenunverträglichkeit ihre Ernährung vollständig auf Dinkel umstellen.